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2012 – drei Wünsche

Montag, 2. Januar 2012

gute Wünsche für das neue Jahr. Ja, auch von mir.

Ich wünsche Ihnen (und mir) in diesem vor uns liegenden Jahr:
Mehr Klarheit – und weniger Kompromisslastigkeit
Mehr Ehrlichkeit – und weniger Runterschlucken
Mehr Liebe zu sich selbst – und weniger angestrengtes Vonanderengeliebtwerdenwollen.

Und NEIN, ich rede hier nicht dem Krieg das Wort. NEIN!  Aber – bitte -  schauen Sie doch einmal hin: Leben Sie wirklich in Frieden mit sich selbst? -  und mit anderen? Oder lebten Sie in 2011 nicht eher  in vielen “faulen”  Kompromissen, in übergroßen Anstrengungen und das im überwiegenden Fall mit dem Gefühl, sich für andere zu verausgaben? Den Kompromiss für den anderen einzugehen? Diese Anstrengung für den anderen auf sich zu nehmen?

Und JA, wir sind eine Gemeinsschaft von Menschen und JA eine Gemeinschaft sollte sich umeinander kümmern. Aber dieses “Kümmern” muss doch erst einmal bei mir selber beginnen. Wie – bitte – kann ich einem anderen Menschen und seinen Bedürfnissen gerecht werden, wenn ich mich ständig selbst “vergewaltige”? Wie soll das gehen? Ich pfeife auf dem letzten Loch und denke, für einen anderen etwas Gutes tun zu können? Woher will ich die Kraft, die Liebe, die achtsame Hinwendung nehmen – in meiner eigenen Kraftlosigkeit? Wie soll das gehen?

Und so wünsche ich Ihnen und mir Klarheit.
Klarheit darüber, was Sie für sich benötigen. Klarheit über Ihre Bedürfnisse. Klarheit darüber, was Ihnen Kraft gibt, Klarheit darüber, was Sie belastet. Um dann in dieser Klarheit in Ihrem eigenen Leben eine gute innere Ordnung zu haben. Um aus dieser Klarheit heraus zu wissen: was ist meins und was ist deins. Und wenn jeder genau das klar weiß, dann ist der Kompromiss  keine Belastung, keine Anstrengung mehr,  sondern dann entwickelt sich aus “meinem” und “deinem” häufig ein kraftvoller dritter Weg und kein belastender Kompromiss.

Und ich wünsche Ihnen Ehrlichkeit.
Ehrlichkeit sich selbst gegenüber – über Ihre wahren Gefühle und Ihre wahren Motive. Es ist nicht nötig, das in Worten in die Welt zu tragen. Wichtig ist nur, dass Sie mit sich selbst ehrlich sind, dann werden Sie Ehrlichkeit beinahe “automatisch” ausstrahlen. Und Sie werden staunend feststellen, dass Sie viel seltener in Situationen kommen, in denen Sie irgendetwas “runterschlucken” müssen. Sie ziehen es einfach nicht mehr an; denn Sie haben aufgehört, sich selbst etwas vorzumachen.

Und ich wünsche Ihnen Liebe zu sich selbst.
Nur dort, wo ein Menschen sich selbst  bedingungslos annimmt (genauso wie er/sie ist) und bedingungslos liebt, nur dort wird er auch einen anderen Menschen bedingungslos lieben können. Nein, bitte kein “Ich liebe Dich, weil….” mehr.  Sondern ein staunendes, offenes, wertfreies: Ich liebe mich. Ich liebe Dich. Jeder ist so, wie er ist, JETZT und HIER – perfekt.

Leben mit diesen Drei Kräften: Klarheit, Ehrlichkeit, Liebe – führt zu einem Leben, das weniger von Zweifel und Selbstzweifel beherrscht wird, das eindeutiger ist, das stressfreier ist, das erfüllter ist und letztendlich sehr viel leichter, freier UND hingebunsvoller ist.
Es ist die Basis, um in echtem Frieden miteinander leben zu können, weil Frieden in mir / in Ihnen herrscht.

Frieden in Ihnen – DAS wünsche ich Ihnen für 2012 von ganzem Herzen.

wohin?

Freitag, 30. September 2011

Fast jeder Mensch, der etwas Unangenehmes erfährt, erlebt drei mögliche Erstreaktionen: 1. er flüchtet – 2. er kämpft – 3. er stellt sich tot. So hat die Menschheit über Jahrhunderttausende überlebt. Unsere heutige Welt ist etwas komplexer geworden. Wir befinden uns häufig in unklaren Situationen. Da ist nicht der Säbelzahntiger und ein „entweder-ich-töte-ihn-oder-er-tötet-mich“ – Szenario. Also eine relativ klare Sache. Sondern da ist eine komplexe Arbeitsbelastung, ein fordernder Chef, eine unglückliche Beziehung, Schulprobleme der Kinder, keine Zeit für ruhige Mahlzeiten, keine Zeit für ausreichende Bewegung usw.. Die Liste ist endlos und alles, was Sie persönlich als „anstrengend“, „stressig“, „enttäuschend“, „frustrierend“ empfinden, gehört genau auf diese Liste.

So ist es dann nicht erstaunlich, dass jeder Mensch, der mich anruft, um einen Termin zu vereinbaren, sehr genau weiß, was er oder sie NICHT mehr haben will. Wir alle wissen genau, wovon wir „weg“ wollen. Von den zuvielen Kilos auf den Hüften, von den Schlafstörungen, von der Angst, aber auch von der Krankheit, von dem Mobbing, von dem Geldmangel, von der Unordnung und vielem mehr. Und dass Sie wissen, wovon Sie wegwollen, das ist auch gut so; denn ein alter Coaching-Slogan lautet: „Um ein Ziel zu haben, musst Du erst einmal einen Standpunkt haben.“

„Von etwas weg zu wollen“ ist jedoch auf Dauer wenig ergiebig und zudem eine anstrengende, verunsichernde Übung, die zudem in eine sehr verspannte Haltung führt (Sie können das gerne einmal mir der kleinen Übung weiter unten probieren). Und genauso ist es dann auch im Coaching oder in der Therapie. Beschäftigen wir uns ausgiebigst mit dem, von dem Sie wegwollen, ist das eine anstrengende Arbeit, die auch zu weiteren seelischen Verspannungen führt.

Also lautet die nächste Frage: „Wo wollen Sie hin?“
Wie soll Ihr Leben, Ihr Alltag, die nächste Minute aussehen?
Wie würde Ihr Alltag aussehen, wenn Sie das Problem, das Sie heute so stresst nicht mehr hätten?

Coaching bedeutet, mit dem Coach gemeinsam, diese Vision, wie Ihr Leben aussehenwürde, wenn Sie nicht mehr diesen Stress hätten, diese Übergewicht-Kilos hätten etc.  so realistisch zu entwickeln, dass Sie sie dann auch in die Tat umsetzen können – und zwar mit Leichtigkeit!

Gutes Coaching führt spontan und mit Leichtigkeit zum TUN.

 

eine kleine Übung für Sie:

Stellen Sie sich einfach irgendwo hin, wo Sie 5 Minuten ungestört sind – schauen Sie gerade aus und dann bleiben Sie genauso stehen. Nun wenden Sie nur Ihren Kopf und Ihren Blick nach hinten. Füsse, Knie, Bauch, Schultern bleiben nach vorne ausgerichtet.

Und Jetzt bleiben Sie bitte genau in dieser Haltung > Körper nach vorne, Füsse nach vorne, Blick nach hinten< und versuchen Sie bitte so ein paar Schritte zu laufen.

Was passiert?

 

Bei mir und allen meinen Klienten passiert Folgendes:

Sie laufen unsicher. Sie halten immer wieder inne. Sie verspannen sich. Und der Kopf dreht sich dann doch automatisch nach vorne, um zu sehen, dass Sie nicht stolpern.

Das ist genau das Szenario, wenn Sie “nur” wissen, wovon Sie wegwollen, aber noch nicht wissen wo Sie hinwollen!

Ich wünsche Ihnen kraftvolle UND realistische Visionen!

 

Heilung erlauben

Samstag, 16. April 2011

 

Neue Horizonte

Je stiller wir sind,  umso mehr hören wir hin.

Je langsamer wir leben, umso mehr Zeit haben wir.

Je mehr Liebe wir verschenken, umso reicher ist unser Herz.

Jochen Mariss

 

Diese Gedanken wurden mir von einem guten Freund geschickt und in mir ist ein tiefes: JA - so ist es!

Nur dann….  dann sind da diese ganzen alltäglichen “Normalitäten”. Termine, Ziele, die innerhalb eines festen Zeitplanes erreicht werden müssen, Ansprüche, die verwirklicht werden müssen, Wichtigkeiten, die unmöglich unwichtig werden können … und schon sind wir Gejagte und Gehetzte und spüren selbst nicht mehr, wie sehr WIR  SELBST dieses ganze laute Stress-Szenario in unserem Leben kreiert haben. 

Wir spüren uns selbst nicht, weil wir gerade “in uns drin” überhaupt nicht still sind, wir leben nicht langsam und wir sind uns selbst gegenüber einfach nur lieblos. Dies alles nehmen wir so nicht wahr, weil das Adrenalin, das mit dem Stress einhergeht, eine euphorisierende Wirkung hat und wir von unseren ganzen Aktivitäten, von unseren ganzen Wichtigkeiten und Dringlichkeiten geradezu “high” sind.

Auch ich rechne mich unbedingt zu den Adrenalinjunkies.  Und weil ich das seit vielen Jahren weiß, dass es so ist, achte ich gut auf mich. Ich weiß, dass ich innerhalb einer Situation nur schwer “runterdrehen” kann, das ist so, das bin ich. Und ich erlaube mir, meine Kraft und mein Adrenalin zu leben.

UND ich erlaube mir auch lange Auszeiten. Zeiten, in denen ich nicht zu erreichen bin, in denen sich internet und Telefon mit sich selbst beschäftigen müssen. Zeiten, in denen ich mir erlaube, entspannt zu sein und voller Muße und Ruhe den Tag auf mich zukommen lasse.

Aus dem lauten Machenmüssen in die entspannte Stille zu gehen, gelingt nicht in einem Tag. Es ist ein Weg, der Achtsamkeit braucht. QiGong, Meditation, Spaziergänge können dabei helfen, vielleicht auch ein Fitnessprogramm oder eine schöne Shiatzu Behandlung oder eine Ausstellung, ein Konzert. Alles, was in die eigene Entspannung führt, ist richtig. Jeder hat seinen eigenen Weg. Und nein, machen Sie bitte kein großes “Jetzt-entspann-ich-mich-Programm”. Fühlen Sie, was sich zeigt und erlauben Sie, Zeit und Raum. Vertrauen Sie, dass Ihr inneres Selbst schon weiß, was es jetzt braucht. 

Sie spüren, dass Entspannung sich einstellt, wenn Sie das “Machen” und das “Müssen” losgelassen haben. Wenn Sie voller Muße und Ruhe, den Tag auf sich zukommen lassen können. Der Tag selbst bringt die Aufgaben, die heute in Ihrem Leben zu lösen sind, nicht mehr, nicht weniger.

Ich erlaube mir jetzt, in den Urlaub zu gehen und schreibe mein nächstes Blog in einem Monat. 

Ich wünsche allen meinen Lesern: Liebe zu sich selbst, aus der letztendlich alles erwächst. Die innere Stille, das richtige Lebenstempo, die eigene Heilung.