Artikel-Schlagworte: „Bewusstsein“

Ziele

Montag, 14. November 2011

“Es ist besser, eine gute Idee zu vervollkommnen statt ständig anderen, neuen Ideen nachzujagen.” ~Henry Ford

Ich habe eine Wette gewonnen. Und damit habe ich ein Buch gewonnen. Die Autobiographie von Henry Ford, die eigentlich eingestampft wurde wegen Henry Fords massiv antisemitischer Äußerungen in seinen anderen Büchern. Dieses Buch wurde nun vom Deltus Verlag neu aufgelegt und  ist ein Kind seiner Zeit (1920), ebenso wie Henry Ford ein Kind einer Zeit war und es ist für mich sehr interessant, eine solche Zeitreise zu machen, und dabei zu sehen, was sich in 100 Jahren geändert hat und was sich in 100 Jahren eben NICHT geändert hat.

Henry Ford begann als Schuljunge, Uhren auseinander zu schrauben und wieder zusammen zu bauen, bis er sie sicher reparieren konnte. Damit verdiente er sich beim Juwelier im Ort sein erstes Taschengeld. Er war schon als Jugendlicher besessen von der Idee eine „Maschine“ zu bauen, die den Bauern bei der schweren Landarbeit half. Diese  „Maschine“ entwickelte sich langsam von der Dampfmaschine zu einem Zweitakter zu einem Viertakter zu einem Auto, alles von einem Mann ersonnen, erprobt, zusammengebastelt bis dann 1921 dieses Auto 5 Millionen Mal gebaut und verkauft worden war!

Henry Ford hatte nicht nur ein Auto gebaut, er hatte in den vielen Stunden des Denkens, Schraubens, Ausprobierens, Scheiterns und neu Nachdenkens, auch darüber nachgedacht, wie es eigentlich nach dem Verkauf/Kauf eines solchen Autos weitergehen sollte. Henry Ford fand, dass der Verkauf/Kauf eines solchen Autos der Beginn einer Beziehung zwischen Autohersteller und Kunde sei und nicht deren Ende! Er war der erste, der die USA flächendeckend mit Werkstätten überzog, um jedem seiner Kunden eine schnelle, kompetente Reparatur des Autos zu ermöglichen, mit Original Ford Ersatzteilen.

Henry Ford war ein Mensch, der weiter dachte, der immer auch an die Konsequenzen dachte, die der Schritt, den er gehen wollte, mit sich brachte, der darüber nachdachte, wie er dann mit diesen Konsequenzen umzugehen gedachte.

Wenn ich A erreiche, wie sieht dann B aus und was muss ich an A ändern, wenn ich möchte, dass B anders aussieht? So führte der Gedanke Fords, dass der Kauf eine Autos der Beginn einer Beziehung zwischen Autohersteller und Käufer ist dazu, dass er ein Auto baute, an dem Ersatzteile auswechseln konnte.

Wenn ich solche Biographien lese, dann muss ich auch an Warren Buffet, Mutter Theresa, aber auch an große Gestalten aus der Geschichte denken Elisabeth I. von England oder den Sire de Coucy zum Beispiel, deren Lebensgeschichten ich gelesen habe und dann sehe ich ein verbindendes Band zwischen diesen „erfolgreichen“ Menschen durch alle Jahrhunderte hinweg:

1. Sie haben an das, was sie taten geglaubt und
2. sie haben immer schon 3 Schritte weiter gedacht, d.h. sie haben das, was sie taten auch aktiv langfristig gestaltet.

Viele von uns hätten alles gerne „schnell“. Jetzt gleich und sofort. Und dann? Tja, für das „dann“ gibt es häufig keinen weiteren Plan.  Und die meisten von uns wissen vor allem, was sie NICHT haben wollen! „Ich will jetzt ganz schnell mein Problem nicht mehr haben.“
Nur bitte, wie lebst Du dann MIT dem Nicht-Problem?
Was willst Du stattdessen haben?

Wenn ich mein eigenes Leben ansehe und Revue passieren lasse, dann bin ich immer dort gescheitert, wo ich etwas 1. schnell wollte und mein vermeintliches Ziel 2. darüber definiert hatte, was ich NICHT wollte.

Dort, wo ich für mich selbst und mein Vorhaben ein klares positives Ziel hatte und auch über dessen Konsequenzen bereits nachgedacht hatte, dort ist es mir immer gelungen, ja beinahe in den Schoß gefallen, erfolgreich zu sein.

Bitte schauen Sie doch einmal genau hin, ob Ihre positive Zielformulierung nicht ein verstecktes „Nichtwollen“ ist. Wie erkennen Sie das? Ziemlich einfach:
Begeistert Sie Ihr Ziel so, dass Sie morgens nur drauf warten, dass endlich der Tag beginnt, damit Sie aus dem Bett springen können und mit Hingabe, Freude, Inspiration an diesem Ziel arbeiten können? Dann ist es ein positives Ziel.

ODER ….müssen Sie mit sich kämpfen, ringen, sich selbst ermahnen, sich disziplinieren – verurteilen und beurteilen Sie sich häufig, weil Sie es nicht gut genug machen, dann ist kein Ziel, sondern ein „Nichtwollen“.

Ziele, die uns weiterbringen, führen nicht zu einem Krieg mit uns selbst, sondern geben uns Kraft!

Es entsteht ein Raum, in dem wir begeistert und mit Hingabe unsere Ideen vertiefen. Und es entstehen Begegnungen (“Zufälle”), die uns auf unserem Weg bestärken.

Ich wünsche Ihnen Begeisterung für sich selbst und Ihre Ziele.

Zeit? – Zeit!

Samstag, 15. Oktober 2011

Einige Menschen, die mich anrufen, machen schon am Telefon einen eiligen Eindruck. 1 ½ Std. für eine Erstberatung mit Aufnahme der Krankheitsgeschichte scheint zuviel Zeit. Am liebsten soll ein Thema, das sich über Jahre entwickelt hat, in dieser ersten Stunde gelöst werden und „vom Tisch sein“. Es sei einfach eine nackte Tatsache: er/sie hat keine Zeit. Er/sie hetzt von Termin zu Termin und steht unter großem Druck. Zeit für sich selbst freizuschaufeln sei unmöglich – er/sie würde den Job riskieren.

In Berlin hat die TK eine Umfrage gemacht und dabei festgestellt, dass in den letzten Jahren psychische Krankheiten, die dadurch entstehen, dass ein zu hohes Lebenstempo wahrgenommen wird, um 38% zugenommen haben. Parallel dazu hat die Lebenszufriedenheit abgenommen.

Und dann denke ich zurück in der Geschichte der Menschheit und sehe mich in meiner Umgebung hier im Wendland um und sehe, dass der Mensch ursprünglich den Sinn seines Lebens darin sah, den Boden zu beackern, um Nahrung für sich selbst zu gewinnen. D.h. Arbeit, Nahrung und Leben bedingten einander. Aus der Arbeit mit den eigenen Händen im Boden erwuchs die Nahrung, die den Arbeitenden am Leben hielt. Alles unterlag dem Rhythmus, den die Natur vorgab. Wer sich nicht die Zeit nahm, etwas zu säen, hatte nichts zu essen. Wer sich nicht die Zeit nahm, die Feldfrüchte sorgsam zu ernten und zu bevorraten, auch der hatte im Winter, in der erntefreien Zeit, nichts zu essen.

Auch in in unserem heutigen Leben gibt es Zeiten des Säens, Zeiten des Reifens, Zeiten der Ernte und Zeiten, in den der Mensch von den Vorräten leben muss. Seelische Energie, geistige Energien unterliegt genauso wie körperliche Energie diesen Zeiten, diesen natürlichen Bewegungen.

Wie geht es Ihnen in einem Leben, in dem Sie sich nicht die Zeit lassen, bewusst zu säen, bewusst zu ernten und eine Zeit lang bewusst auch von den Vorräten leben zu können?

Meinen Klienten hilft es, sich bewusst zu werden: Womit verbringen Sie wie viel Zeit?
Allein das bewusste Innehalten, das bewusste Hinsehen führt zu einer neuen Qualität:
Was habe ich heute mit meiner Zeit getan?
Wo und wie habe ich meine Zeit und meine Kraft eingesetzt?

Der Herbst ist eine gute Jahreszeit, um innezuhalten und genau hinzusehen.

wie!

Samstag, 8. Oktober 2011

Dass ich sterblich bin, das ist das stärkste Werkzeug für mich, große Entscheidungen in meinem Leben zu treffen. Fast alles fällt von mir ab, wenn ich den Tod gewärtige. Es gibt keinen Grund, niemals, nicht Deinem Herzen zu folgen.  ~Steve Jobs

Auch ohne ein Apple-fan zu sein, berührt mich der Tod von diesem mutigen, visionären Mann tief. Steve Jobs lebte energisch, konsequent, greifbar, sichtbar, fühlbar genau das, wovon wir alle wissen, dass wir es auch so tun könnten. Nur tun wir es (meistens) nicht!

Nein, ich meine damit nicht, Milliarden zu verdienen, die waren ihm selbst auch nicht so wichtig. Ich meine damit:

  • das eigene Leben bewusst aus dem und mit dem zu gestalten, was unsere Realität uns an Spielmöglichkeiten anbietet
  • in allem, was geschieht, ein Aufforderung zu sehen, weiter zu wachsen, bewusster zu werden, genauer hinzusehen
  • das Leben als solches genauso wie das Sterben zu umarmen, ohne es zu bewerten, zu vermeiden, zu verdrängen
  • und letztendlich voller Sinn und Erfüllung die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu verwirklichen = sie Wirklichkeit werden zu lassen.

Das alles ist für mich Lebensqualität!
Wir haben die Wahl, unserer Lebenszeit Qualität zu geben. Es ist eine Entscheidung, die ich jeden Moment neu treffen kann, treffen darf und treffen muss. Sich “nicht-zu-entscheiden” ist keine Wahl, denn auch jede “Nicht-Entscheidung” ist eine Entscheidung!

Ich wünsche Ihnen allen, Mut zu sich selbst, ein großes JA zu dem, was gerade in Ihrem Leben Realität ist und das Bewusstsein, dass Sie es sind, die entscheiden, wie Sie diese – Ihre – Realität weiter gestalten wollen.

Am Ende ist es nicht wichtig, was wir gelebt haben, es ist nur wichtig wie wir gelebt haben. Vor allem für uns selbst.

lichterloh

Sonntag, 18. September 2011

Es gibt viele Variationen des Gedanken „Nur wenn Du selber für etwas brennst, kannst Du andere auch anzünden“.
In meinem Seminaren „raus aus der Selbstbegrenzung“ zeigt sich immer wieder und ich möchte sagen, bei JEDEM Teilnehmer/JEDER Teilnehmerin, dass JEDER MENSCH in sich die FÄHIGKEIT ZUR BEGEISTERUNG trägt.  Es gibt so vieles, was mich und meine Teilnehmer begeistert und jeder hat seine persönlichen Beigeisterungs-Favoriten eine tolle Idee, ein gutes Fußballspiel, ein Nachmittag am Kamin, ein leckeres, liebevoll gekochtes Menu, wundervoll gereimte Gedichte, mit dem eigenen Klavier Zeit der Muße und der Ruhe in den Welten der Musik verbringen usw.

Mich begeistert dann immer die große Fülle, die sich in meiner Praxis entfaltet, wenn alle diese persönlichen Begeisterungen aufgeblättert werden, miteinander in Schwingung gehen und wir eine sehr, sehr gute Zeit miteinander und mit dem, was uns begeistert verbringen.

 

Tja und dann kommt die große Frage. „Warum hat diese Fülle sowenig Platz in unserem Alltag?“ Es scheint einen eingebauten Automatismus zu geben, der das, was uns begeistert sofort zensiert, erstmal in den Keller schafft, die Tür abschließt und einen Wächter vor die Tür stellt: den Selbstbegrenzer. Und wir geben uns damit zufrieden, ein Leben zu führen, das weit unter unseren Begabungen und Fähigkeiten, unseren Möglichkeiten bleibt. Ein Leben, das uns vielleicht unserer Lebensaufgabe entzieht und so in der Alltagsroutine vor sich hindümpelt.

Ich denke, es ist not-wendig (Not wendend), die eigene Begeisterungsflamme sehr achtsam und sorgsam zu hüten, sie aus ihrem Kellerverließ zu befreien und ihr mehr Brennstoff zur Verfügung zu stellen. Nur so können wir lichterloh brennend die eigenen Begabungen und Fähigkeiten in der Fülle ver-wirk-lichen = Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Marianne Williamson schrieb dazu:

Unsere tiefste Angst ist nicht,  dass wir unzureichend sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir über die Maßen machtvoll sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten ängstigt.
Wir fragen uns, wer bin ich, brillant zu sein, großartig, talentiert und sagenhaft?

Aber tatsächlich, wer bist Du, es NICHT zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Dein Kochen auf kleiner Flamme dient der Welt nicht.

Es liegt nichts Erleuchtetes darin, sich kleiner zu machen, damit andere Menschen sich in Deiner Nähe nicht unsicher fühlen.
Wir sind geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in ALLEN!

Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, das gleiche zu tun.

Indem wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, befreit unsere Gegenwart automatisch andere!

HEUTE ist ein guter Tag, um die Begeisterung für sich selbst neu aufzufinden!

Theater…

Montag, 29. August 2011

Katja Ebstein sang mal einen Song, dessen Melodie ich noch im Ohr habe, aber leider nur noch zwei Worte des Textes: Theater, Theater ….
Diese Melodie und diese zwei Textworte sind ein Ohrwurm, ich werde sie nicht los und das liegt auch daran, dass sie praktisch täglich zu meiner Praxistür wieder herein getragen werden. Viele meine Klienten haben den Anspruch an sich selbst, genau wissen zu müssen, was „richtig“ und was „falsch“ ist und zwar nicht in diesem Moment, sondern „im voraus“.

„Woher kann ich wissen, dass ich die Kompetenz haben werde, das Richtige zu entscheiden?“ fragte mich eine Klientin.  Oder eine andere fragte: „Wo kommt denn meine Lebenskompetenz überhaupt?“

Ich frage dann immer mal zurück: Woher kommt Dein Atem? Woher kommt es, dass Du überhaupt lebst? Lebst Du eigentlich?

Klienten stellen dann relativ schnell fest:
Ich lebe!
Ich atme!

Diese Frage nach der eigenen Kompetenz, der eigenen Fähigkeit heute sicher zu wissen, dass wir auch übermorgen noch sicher leben werden, ist eine “Opferinszenierung”, denn sie bannt die ganze Aufmerksamkeit auf etwas, was noch nicht ist und damit verpassen wir den einzigen Moment im Leben, in dem wir kompetent gestalten und leben können, nämlich gerade jetzt in diesem Atemzug.

Dahinter steht ein Anspruch, den wir mit unserer Erziehung aufgenommen haben, dass wir unser Leben „im Griff“ haben könnten. Das entspricht einer Vorstellung (!),  dass Leben so etwas ist, wie eine Theateraufführung, d.h. Wir haben Probenzeiten, wo wir üben können zu leben, um dann, wenn das Stück wirklich aufgeführt wird, unseren Text auch richtig zu beherrschen, das richtige Kostüm zu tragen, die richtige Rolle zu spielen – …. nur ….. so funktioniert das aus meiner Sicht mit dem Leben nicht.
Leben findet immer jetzt – direkt in diesem Atemzug statt.
Das ist beruhigend und das kann auch zutiefst beunruhigend sein!

Beides.

Aus meiner Wahrnehmung und Erfahrung, kann ich Leben nicht einüben. Es geschieht und ich gestalte immer nur in diesem Moment. In dem Moment, in dem ich handle, bin ich immer kompetent. Die Frage, ob ich es „besser“, „richtiger“, „schneller“, „langsamer“ etc. hätte machen können, stellt sich garnicht. Denn ich handle im Moment und nur das zählt.

Alle sind kompetent  – immer – niemand hat jemals sein Leben schon mal als Generalprobe gelebt, um dann bei der Uraufführung nicht zu patzen! NIEMAND! Wir haben alle, immer nur diesen Moment, wir können es nicht “üben”, um es dann bei der „Uraufführung richtig zu machen“ !

Wir können NIE sehen, was “dahinten” ist. Und wenn wir das ehrlich zu Ende denken, dann … wird so manches Versprechen auf sichere Renten, sichere Rendite, auf die ganz sicher letzte Veränderung des Gesundheitssystem, die ganz sicher letzte Umstellung des deutschen Schulsystems etc. etc. … hinfällig. Alle Versprechen, alle Prognosen, alle Voraussagen werden zu dem, was sie sind: ein Blick in die Kristallkugel – oder eben „Theater, Theater“…

….und dann wende ich mich wieder diesem Moment zu, der jetzt gerade ist, nehme mich selbst wahr und lebe meine Leben. Und dann ist eher wie eine Reise.  Ich reise immer weiter und überall, wo ich hinkomme, bin ich zum ersten Mal. Alles ist immer neu und anders.

… für eine Reise benötige ich vor allem Neugier und Vertrauen.

Stau

Sonntag, 14. August 2011

 

Mein jüngster Sohn hat vor 8 Jahren die Schule verlassen und so ist mir der bundesdeutsche Ferienkalender entglitten. Samstagnachmittag habe ich anscheinend einen Rückreisehöhepunkt erwischt und stehe auf der Autobahn im Stau. Alles lief so gut, dann die weite Kurve und dahinter … Stau! Es steht 25,8 km bis zur nächsten Ausfahrt – kein Weiterkommen, kein Rauskommen, Ruhe, 100m Weiterrollen, Warten.
Zwischen innerlichem Fluchen und kopfschüttelnden Lachen über mich selbst bleibt mir viel Zeit zum Nachdenken. Und ich denke: JA > willkommen im Leben!

Erleben wir das nicht auch genauso im Alltag? Ich erlebe das genauso in meinem Alltag! Da lief es alles wunderbar und dann reißt das kraftvolle Fließen ab, dann stecke ich fest, dann bin ich wie blockiert und nichts geht mehr. Aus heiterem Himmel. Eben noch mit 130 kmh unterwegs und direkt hinter der Kurve steht es. Netterweise haben die bereits Stehenden ihre Warnblinkanlagen eingeschaltet, dass ich rechtzeitig bremsen kann. Das wiederum passiert im Alltag selten, dass da irgendwo eine Warnblinkanlage aufleuchtet. Da stürzen manche Menschen ungewarnt direkt in den Burnout, in die Colitis, in irgendeine andere Krankheit – und alles war doch so gut gelaufen.
Da schreibt mir ein Freund, dass sein Schwager mitten im Urlaub direkt nachdem er eine mail an ihn geschrieben hatte, stirbt. Und alles war doch so gut gelaufen.
Da bleiben die Aufträge aus. Und alles war doch so gut gelaufen. 

Wie bewusst leben wir?

Erleben Sie diesen Atemzug, diesen Moment ganz bewusst, ganz wertfrei? Oder huschen Sie mit einem Kopf voller Plänen über diesen Moment hinweg, weil Sie gedanklich ganz woanders sind? Sind Sie sich dessen bewusst, was Sie jetzt gerade TUN? Und wie steht es mit Dankbarkeit, Freude, Genuss? Wie steht es um Gelasssenheit, Vertrauen und um ein Lächeln nicht nur auf den Lippen, sondern auch in den Augen?

Ein Lächeln in Ihren Augen ist für Sie fühlbar und bringt nicht nur Ihr ganzes Gesicht zum Lächeln, sondern breitet sich auch zu Ihrem Herzen aus. Sie können spüren, wie Sie tiefer atmen, wie Ihr Herzschlag sich beruhigt, wie eine wohlige Entspannung sich im Körper ausbreitet und wie Sie immer präsenter werden, immer bewusster in dem Moment ankommen, in dem Sie JETZT gerade einatmen – ausatmen – einatmen.

Ich rolle mittlerweile lächelnd und entspannt mit der Blechlawine mit und genieße diese unverhoffte Pause nach 3 Tagen intensiver Arbeit in Berlin.

Ich wünsche Ihnen täglich viele kleine Momente des bewussten Lächelns.
Gerade auch dann, wenn es nicht so läuft, wie Sie das mal geplant hatten.

Heilung aus der Mitte

Sonntag, 2. Januar 2011

Es ist, wie es eigentlich immer ist, wenn es authentisch ist: Selbsterfahrung!

 Anne Devillard ist als Chefradakteurin von „Natur & Heilen“ eine kompetente Fachfrau, aber das, was das Buch ausmacht, ist ihre eigene Erfahrung mit ihrer Krankheit und ihrer Begrenzung. Ihre eigene Leidenserfahrung war der Auslöser, dieses Buch „zusammenzutragen“. Ihr gelang es durch ihre persönliche Betroffenheit, sehr einfühlsame, sehr tiefe, sehr authentische Interviews mit den Menschen zu führen, die sich mitunter seit Jahrzehnten mit den Fragen nach dem Leben beschäftigen, Fragen nach dem Sinn des Lebens, Fragen nach dem Sterben und dem Leiden, Fragen nach Heilung – kurz und rund: eben mit der großen Frage. Was ist Menschsein?

 Anne Devillard gelingt sowohl ein großer Überblick, als auch ein tiefer Einblick in die unterschiedlichen Facetten und Zugänge, die die Menschheit sich bis heute zu dem großen Thema „Heilung“ geschaffen hat. Das Buch hat 5 große Teile:

 Teil 1 Das Individuelle – Heilung durch Musik, durch Schreiben, durch Malen, durch Tanzen, durch Tiere. Michele Cassou, Maria-Gabriele Wosien, Gerhard Tuck, Liane Dirks und Kirsten Kuhnert kommen ausführlich zu Wort.

Teil 2 Das Gesellschaftliche – betrachtet in zwei Kapiteln Umwelt und Gesellschaft. Ökologie und das Miteinander von Jung und Alt werden in Interviews mit Bernhard Fricke und Ruth Eder betrachtet.

 Teil 3 ist der größte Teil dieses Buches Das Seelische – der Kontakt zur inneren Weisheit. Heilung und Schamanismus, Heilung und Erkenntnis, potentialorientierte Psychotherapie, Psychosomatik, Homöopathie, Kommunikation, Psychokinesiologie, Freude, Geburt, Berührung und Tod werden hier in 11 einfühlsamen und in der Kürze der zur Verfügung stehenden Seiten erstaunlich tief gehenden Interviews betrachtet. Interviewpartner sind wohlbekannte Autoren wie Serge Kahili King, Clemens Kuby, Wolf Bünting ein Neffe des großen Graf Dürckheim, Ruediger Dahlke, der ebenso wenig fehlen darf wie Anne Schadde, Stephano Sabetti, Hans Stöberl, Heiner Uber, genauso wie der große Frederick Leboyer oder Dawn Nelson und Ruth Eder. Ihnen allen entlockt Anne Devillard „die Zusammenfassung“ ihres jeweiligen Lebensweges und damit auch eine zusammenfassende Betrachtungen ihrer jeweiligen heilenden Lebenswerke.

 Teil 4 ist betitelt Das Evolutionäre – und hier ist für mich die creme de la creme der ganzheitlichen Forscher und Denker versammelt. Es geht jenseits des Menschen um ein neues, anderes Gottesverständnis (Neal Donald Walsh), um ein neues Bewusstsein (Andrew Cohen), um Heilung und integrales Bewusstsein (Ken Wilber), um holistische Biologie (Rupert Sheldrake) und last but not least Hans-Peter Dürr und die Quantenphysik.

 Teil 5 ist der letzte Teil des Buches. Er ist betitelt das Universelle – und widmet sich der allumfassenden Kraft der Liebe. 3 hochkarätige Interviewpartner stehen hier Rede und Antwort: Masaru Emoto, Williges Jäger, Christina Kessler.

Anne Devillard gelingt es durch ihre eigene Betroffenheit, ihre persönliche Suche, ihr eigenes Menschsein, dass das Buch in der Fülle nicht „auseinanderfällt“, sondern ein Zentrum hat, eine eigene Mitte in der Autorin selbst und ihrem ganz persönlichen Ringen mit der Antwort „Werde die, die du bist“.

 Mich hat das Buch in seiner zentrierten Ganzheitlichkeit so begeistert, dass ich es zu Weihnachten gleich 5x verschenkt habe.

Begreife deinen Körper als Ausdruck deines Bewusstseins

Montag, 22. November 2010

Dr. Joyce Hawkes ist Zellbiologin, Biophysikerin und seit über 20 Jahren Heilerin. Sie vereint in sich die beiden Gegensätze, die so häufig unüberbrückbar scheinen: das wissenschaftliche Denken des 19. und 20. Jahrhunderts und die spirituelle und intuitive Erfahrung des Heilens. So ist auch ihr Buch eine Brücke. Eine Brücke zwischen dem, was wir denken zu wissen und dem, was wir noch nicht einmal erahnen können. Eine Brücke zwischen dem eigenen Kopf, der denkt und dem Wunder des eigenen Körpers, der „ist“  und sich selbst als Teil des Universums unablässig neu schafft.

„Das Bewusstsein der Zellen – Wie Gedanken auf der Zellebene heilen“ ist ein wunder-volles (voller Wunder!) Buch, es ist ein wichtiges Buch, sicherlich eins der wichtigsten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe und es ist vor allem ein Übungsbuch, mit dem man eigentlich nie fertig ist.

Hier geht es nicht um schnelles Rüberreichen von „bestell-dir-was-beim-Universum-Formeln“, hier geht es auch nicht um amerikanische Esoterik, die den Markt flutet. Dr. Hawkes ist sehr nüchtern, sehr ehrlich, sehr „straight“ und entlässt den Leser keinen Buchstaben lang aus seiner eigenen Verantwortung sich selbst gegenüber. Dies tut sie mit der wertfreien und bedingungslosen Liebe derjenigen, die diesen schweren Weg, sich selbst zu lieben und wertzuschätzen, selber gegangen ist. Sie weiß nicht nur als Wissenschaftlerin wovon sie spricht, sie weiß auch als Zweifelnde, als Kranke, als Geheilte und als Heilerin genau wovon sie spricht und was es bedeutet diese Transformation der ganzheitlichen Heilung im Leben zuzulassen.

Dieses Buch ist ein Buch voller Hingabe, voller Staunen, voller Demut, mit vielen Übungen, um für sich selbst genauso diesen Weg der Hingabe, der Demut, des Staunens gehen zu können, um letztendlich der inneren Weisheit Raum zu geben uns zu heilen.

Dieses Buch ist nichts für die schnelle Lektüre … und dann hat der Kopf wieder was verstanden  … und geht zurück zur alten Tagesordnung. Dieses Buch kann nur langsam gelesen werden. Ich selbst habe mehrere Wochen gebraucht, um mich durch das Buch durchzuarbeiten, obwohl ich in meiner eigenen Praxis genau mit diesen Ansätzen arbeite.

Dr. Hawkes geht in die Tiefe und sie tut das mit der kompromisslosen Ehrlichkeit des Gedankens „ein bisschen schwanger, gibt es nicht“: „Erkenne Dich als Teil des Universums, das Du bist. Begreife deinen Körper als heiligen Tempel für deine Seele. Sieh, dass dein Körper sichtbarer Ausdruck deines Bewusstseins ist.“

Diese Gedanken sind keine Thesen, Dr. Hawkes führt tief in die Vorgänge dieses Universums ein, sei es auf Nanoteilchenebene, sei es mit Blick in das Universum selbst. Und so benötigt dieses Buch Zeit und Hingabe. Der Leser braucht Bereitschaft, sich auf die Übungen und sich selbst einzulassen. Ich werde wohl noch lange mit diesem Buch und seinen sehr grundlegenden Erkenntnissen und essentiellen Wahrheiten zu tun haben.

Danke Joyce Hawkes!

Coaching – ein paar Gedanken zum Geld

Sonntag, 16. Mai 2010

Unsere Art mit Geld umzugehen ist der greifbarste, sichtbarste und konkreteste Ausdruck dessen, wie wir uns selbst wahrnehmen und welchen Ausdruck wir uns selbst geben.

Es gibt drei Zeitdimensionen, in denen wir “Geld leben” : Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Unsre ”Geldvergangenheit”, beeinflusst ganz häufig und sehr unbewusst unsere Geldgegenwart und damit auch unsere Geldzukunft.

Ein paar Fragen zum Spielen:

Welche Kindheitserfahrungen, Haltungen oder Ideen, in denen Geld irgendeine Rolle gespielt hat, kann ich erinnern?

Was glaube ich heute über Geld? Wie nutze ich heute Geld? Was will ich ausdrücken mit Geld?

Was für Aussagen über mich selbst sind in meinem Umgang mit Geld sichtbar?

Verbindet mich mein Besitz von Geld und/oder das Verdienen von Geld mit anderen Menschen oder trennt es mich von anderen Menschen?

Wie sehe ich meine Geldzukunft?

Wer mehr mit Geldthemen spielen mag, dem empfehle ich das sehr gute Buch von David Krueger “The secret language of money”

Geschichten für die Seele – Göttliche Matrix

Montag, 26. April 2010

Dies ist eine Geschichte, die von Caroline Myss in ihrem Buch „WHy People Don’t Heal – And How They Can“ berichtet wird.

Eine Frau – Caroline nennt sie Maggie – wird in einem Autounfall schwer verletzt. So schwer, dass sie ihren Körper verläßt und über der Szene des Unfallortes schwebt. Sie konnte so alles sehen und hören und hörte, wie die Menschen in den Autos auf diesen Unfall reagierten. Da gab es Menschen, die sehr betroffen und erschrocken waren. Da gab es Menschen, die den Unfall mit „Na, das hat mir ja gerade noch gefehlt! Wie lange werde ich wohl in diesem Stau feststecken?“ kommentierten. Und dann gab es 5 Autos hinter ihrem eigenen Unfallwagen einen wundervollen Lichtwirbel, der sich in den Himmel erhob und dann direkt in ihren verletzten Körper ging. Sie dachte: „Was passiert denn hier?“ – und befand sich in dem Moment direkt neben der Frau, von der dieser Lichtwirbel ausging und sah, dass diese Frau für sie betete. Maggie merkte sich die Registrierung des Wagens und vertraute dies bewusst ihrem Gedächtnis an.

Nach einiger Zeit der Reanimierung befand sie sich wieder in ihrem Körper und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort verbrachte sie Wochen, bis sie ausgeheilt war; dennoch erinnerte sie bewusst das Nummernschild und als sie endlich das Krankenhaus verlassen konnte, fand sie mit Hilfe des Nummerschild die Halterin des Wagens und brachte ihr einen großen Blumenstrauß als Dank dafür, dass sie für Maggie gebetet hatte am Unfallort.