Artikel-Schlagworte: „Anspannung“

Vertrauen

Mittwoch, 4. April 2012

„Du musst einfach vertrauen!“ So oder ähnlich spielt sich „gute Ratschläge“ von Mensch zu Mensch ab. Dort, wo Menschen sich gegenseitig darüber erzählen, was sie erlebt haben, was sie belastet, was schiefgegangen ist etc. Mehr „Vertrauen ins Leben selbst“ wird empfohlen.

Ist das wirklich so? Können und sollen wir „dem Leben selbst“ einfach blind vertrauen und war das „früher“ (wann auch immer dieser Zeitraum lag … zur Steinzeit … zur französischen Revolution … oder als unsere Eltern jung waren? Wann ist „früher“?) – war das „früher alles besser“?
Ich weiß nicht, wie das früher war. Ich weiß nur wie es heute ist und auch heute habe nur meine eigene Wahrnehmung. Ich sehe aus dem Fenster und beobachte die Rehe, die bei mir direkt bis unters Schreibtischfenster kommen und wie sie wählerisch sind, was sie von dem ausgebreiteten Gabenteller der Natur fressen und was sie nicht fressen. Auch Nachbars Rinder lassen auf der schönen grünen Weise ganze Inseln von Grün stehen, egal wie karg die Wiese auch sein mag. Anscheinend gibt es „Grün“, das nicht schmeckt, nicht gut tut, in jedem Fall von keiner der Kühe gefressen wird.
Und wir als denkende Menschen sollen blind vertrauen?

Ich erlebe Vertrauen als eine Mischung aus Wissen, Erfahrung, Achtsamkeit, Fürsorge zu sich selbst UND Vertrauen. Es gibt einen alten Spruch: Binde Dein Pferd an und vertrau auf Gott. Ich habe meinen Teil zu tun – ich sollte mein Pferd schon anbinden – und wenn ich das, was ich getan habe, dann mit dem Vertrauen in ein größeres Geschehen – vertrau auf Gott – verbinden kann, dann wird ein tragfähiges Lebenskonzept daraus.

Das „Leben selbst“ ist nicht nur unterstützend. Es ist auch fordernd und es kann auch gefährlich sein. Je stärker wir mit der Natur – in der Natur leben, desto stärker ist unser Achtsamkeit gefordert. Wenn wir zurückgehen in der Zeit und so leben, wie unsere Vorvorfahren es getan haben, was in Projekten in Nordamerika möglich ist – Leben in der Wildnis und aus der Wildnis, dann stellen wir fest: Nein! Menschen, die ganz mit der Natur und ganz in der Natur leben haben weiß Gott nicht, blind vertraut. Im Gegenteil! Die große Nähe zur Natur hat ihre Sinne geschärft und sie wussten, wie sie in der Natur überleben konnten. Dieses Wissen gaben sie von Generation zu Generation weiter. Vertrauen hat also auch sehr viel mit gelebter Achtsamkeit zu tun, mit Lebenserfahrung, mit Wissen durch Beobachtung, mit Hinsehen und aus dem Gesehenen Rückschlüsse ziehen. Vertrauen scheint aus der täglichen Übung zu erwachsen: Sich selbst und seine Umgebung mit wachen Sinnen zu beobachten und zu reflektieren.

Und so ist es richtig, dass wir, wenn wir in Umgebungen kommen, die uns unbekannt sind, erst einmal mit geschärften Sinnen unterwegs sind. Erst einmal eher angespannt sind als entspannt sind, auch wenn der Ortswechsel die Überschrift „Urlaub“ hat. Wir haben das Gefühl, uns erst einmal zurecht finden zu müssen. Wir suchen Orientierung und erst wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns orientieren können, tritt Entspannung ein. Machen wir dann gute Erfahrungen, mit denen wir uns wohlfühlen, dann wächst das Vertrauen schnell und wir kommen in eine Wohlspannung. Machen wir dann eher schlechte Erfahrungen, dann bleibt die Anspannung. Das Vertrauen wächst nur sehr langsam oder manchmal auch gar nicht.

Die Arbeit mit einem Coach beinhaltet auch, sich selbst und seine Umgebung besser und emotionsfreier zu beobachten, um durch diese Übung der Beobachtung und der Selbstbeobachtung zu mehr Vertrauen zu finden – auch zu mehr Selbstvertrauen!

erschöpft? – Was tun?

Samstag, 23. Oktober 2010

 

Viele Menschen sind sehr erschöpft. Ein Freund sagte auf meine Frage, wie es ihm ging: “Im Moment angeschlagen.” … dann verbesserte er sich und sagte: “Nein, das stimmt nicht. ‘Im Moment’ dauert eigentlich schon 2 Jahre! Ich bin seit 2 Jahren angeschlagen und weiß nicht, wie und wo ich mich erholen könnte.”

Wer lange Zeit außerhalb der eigenen Grenzen lebt und agiert, der erschöpft nicht nur die körperlichen Kräfte, sondern auch die geistigen und seelischen Kräfte. Die körpereigene Regulierung > Heilkraft/Homöostase ist immer bestrebt, Balance und Heilung herzustellen. Fühlen wir uns nur noch erschöpft, angeschlagen, müde, dann bedeutet es: die körpereigene Heilkraft kommt mit unserem Lebenstempo, den Anspannungen, den Anforderungen nicht mehr mit. 

Am Ende ist Krankheit die letzte Antwort, die dem Körper noch bleibt. Die Ursache vieler chronischer Erkrankungen ist in einer körperlich-geistigen-seelischen Erschöpfung zu sehen.

Geduld, Achtsamkeit, Umdenken sind nötig, um eine neue Lebensqualität zu gewinnen.

Beginnen Sie HEUTE.

Was ist HEUE wirklich wichtig – wesentlich -> Ihrem Wesen, dem Wesen Ihrer Kraft, dem Wesen des heutigen Tages entsprechend?!

Die Leber die große Lebenskraft

Dienstag, 27. Juli 2010

Die Leber nannte  Hildegard von Bingen ”die Grünkraft” im Leben. Der Ort, von dem Lebenskraft, Regeneration, Heilkraft  ausging. Wenn wir sehen, was wir der eigenen Leber zumuten, dann kann man dem nur bewundernd und staunend zustimmen. Gerade in unserer heutigen Zeit ist die Leber  sehr beansprucht. Nein, es ist nicht nur der Alkohol, der der Leber zusetzt, zu fettes Essen, zu verfremdetes Essen. Es ist vor allem unsere Lebensweise. Stress, Hektik, Ärger, Enttäuschung, Trauer, Anspannung alle diese negativen Emotionen – und derer sind viele – belasten die Leber.

Jede Emotion spiegelt sich in der Körperchemie wieder. Jedes gefühl wird zu einem chemisch nachweisbaren Stoff, der im Körper umgebaut oder abgebaut werden muss. Und genau das tut die Leber.

Wenn Sie Ihrer Leber etweas Gutes tun wollen, dann trinken Sie viel Wasser, lächeln Sie, freuen Sie sich Ihres Lebens, stärken Sie Ihre positiven Emotionen und leben Sie entspannt.

Selbstcoaching – entspannt gewinnt!

Donnerstag, 27. Mai 2010

Irgendwie, irgendwo, irgendwann…. Nein, keine 99 Luftballons ….. haben wir gelernt, dass Anspannung zum Erfolg führt. Man muss nur verbissen genug Vokabeln pauken und man hat die Chance, eine gute Note zu schreiben. Ging eine Mathearbeit in die Hose, dann hatte „man nicht genug gelernt“! Kurz und rund: über ein langes Kinder- und Jugendleben lernt das Unterbewusstsein: ohne Fleiß keinen Preis. Nur wer sich quält, kann vielleicht irgendwann mal Erfolg haben!

Ist das wirklich so?

Eigentlich zeigt uns die Natur und vor allem auch unsere eigene Natur: entspannt gewinnt!

Ballen Sie mal Ihre Hand zur Faust, spannen Sie mal tüchtig Ihre Bauchmuskeln an … und? –  wie gut wird Ihre Hand, wird Ihr Bauch noch mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt?

Ja, genau – je angespannter unsere Muskulatur ist, desto schlechter ist die Versorgung.

Wunderschön nachweisen lassen sich die Langzeitschäden eines angespannten Lebens beim Zahnarzt. Da kann man auf dem Röntgenbild sehen, welchen Schaden Zähne und Kiefergelenke im Laufe der Jahre genommen haben. Aber ich sehe das auch in meiner Ernährungspraxis, wie eine angespannte, verspannte Lebensform ganz besonders das Verdauungssystem durcheinander bringt und Stoffwechselkrankheiten im Schlepptau hat.

Ich möchte Ihnen heute empfehlen: entspannen Sie sich doch mal!

Hilfreich können sein: eine schönen Musik CD, ein voltuender Spaziergang – alleine – Entspannungsübungen, eine Gruppe, die gemeinsam übt. Es gibt ganz sicher viele Wege. Wichtig ist, dass der von Ihnen gewählte Weg Sie wirklich vom ersten Moment an entspannt.