Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Winterliches

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Die Natur scheint das Vergangene gründlich zu beenden. Derzeit erinnert gerade nichts mehr an Blütenpracht und Vogelstimmenvielklang, an Farben-Fülle, Sonne, Früchte.  Das Leben in der Natur hat sich verlangsamt. Vielleicht auch für uns selbst eine Chance, um uns zu verlangsamen, ja – innezuhalten. Vielleicht mögen Sie, bewusst und mit Zeit, das zu Ende gehende Jahr ein wenig “Revue passieren lassen”, die eigene Entwicklung, das eigene Sosein – in Ehrlichkeit vor sich selbst.

Die längste Nacht, der kürzeste Tag rücken näher und damit auch das Thema Dunkelheit, innere Ängste, innere “Dämonen”: Anteile von uns, die wir am liebsten in den Keller verbannen würden und den Schlüssel wegwerfen wollten. Alte Traditionen inszenieren am Ende des Winters diese “Vertreibung der Dämonen” mit vielfacettigen Faschingsbräuchen.  

“Innere Dämonen” stehen für mich für das Thema “Nicht-zu-sich-selber-stehen”. Wir bewerten ”gut” und “böse”. “Gut” hätten wir gerne “böse” lehnen wir ab. Das Ende vom Lied ist ein Wettrennen, ein Kampf “gegen” das “Böse” = das, was wir an uns selbst nicht schätzen, nicht haben wollen, ablehnen. Und es endet in einer Erfahrung, die viel Kraft nimmt:  Ein Klient sagte es neulich so: ”Ich fühle mich nicht angenommen.” 

Der Gegenpol dazu wäre, das “Zu-sich-Stehen” und in dem Moment, wo ich ohne Wenn und Aber zu mir stehe, so wie ich bin, passiert etwas Erstaunliches: Ich fühle mich angenommen. Denn zuerst muss ich mich selbst annehmen, ohne jedes Wenn und Aber, genauso wie ich bin, dann erst kann ich wahrnehmen, wie sehr ich von Umgebung angenommen und geliebt bin.

Hier liegt der Schlüssel zu Wärme und Licht, zu Freude und Leichtigkeit, die dann mit dem Frühjahr wieder kommen: die dunkelste Stelle – die längste Nacht – durchschreiten wir in uns selbst, in dem wir vom “ich nehme mich nicht an” zu einem bedingungslosen und liebevollen “ich nehme mich genauso an, wie ich bin” durchdringen.

Einfach mal innehalten und … sich selbst ohne Wenn und Aber annehmen. Es lohnt sich, ein wenig zu üben.

Mehr zum Winter auch hier “Wenn das Leben auf den Magen schlägt”

Komma weil …

Montag, 6. Dezember 2010

Das ist so und so passiert, weil…

Ich habe dies so und so getan, weil…

Haben Sie einmal über dieses „ …, weil…“  nachgedacht? Und auch darüber, wie viel es mit Rechtfertigung, Erklärung, Analyse, Schuldzuweisung, Schulbekenntnis … Denken und Emotionen jeglicher Art zu tun hat?

Wo immer wir mit diesem „ …, weil…“ gedanklich unterwegs sind, sind wir in der Klemme; denn es geschieht eine Bewertung, eine Beurteilung. Und selbst wenn wir dann als strahlender Sieger hervorgehen: „..der Kuchen ist so toll geworden, weil ich genau nach Omas altem Rezepte gebacken habe!“ … so bleibt doch immer ein fader Nachgeschmack.  Das gedankliche Modell „ …, weil …“ nimmt Kraft. Mit solchen Gedanken sind wir in der Vergangenheit oder in der Zukunft verankert, nur nicht HIER.

Fühlen Sie mal den Unterschied:

  1. Der Kuchen ist so toll geworden, weil ich nach Omas altem Rezept gebacken habe.
  2. Der Kuchen ist sehr lecker.

 

  1. Der Weihnachtsbaum sieht so krüppelig aus, weil wir zu spät losgegangen sind, um einen zu kaufen.
  2. Der Weihnachtsbaum ist in diesem Jahr etwas Besonderes.

 

  1. Ich muss jeden Morgen Kaffe trinken, weil ich sonst nicht wach werde.
  2. Ich trinken morgens Kaffee.

Tao sagt: Keine Schuld – es geschieht! / Kein Stolz – es geschieht!

kein  , weil … mehr! Entlasten Sie sich und ihren Alltag!  Es geschieht.

erschöpft? – Was tun?

Samstag, 23. Oktober 2010

 

Viele Menschen sind sehr erschöpft. Ein Freund sagte auf meine Frage, wie es ihm ging: “Im Moment angeschlagen.” … dann verbesserte er sich und sagte: “Nein, das stimmt nicht. ‘Im Moment’ dauert eigentlich schon 2 Jahre! Ich bin seit 2 Jahren angeschlagen und weiß nicht, wie und wo ich mich erholen könnte.”

Wer lange Zeit außerhalb der eigenen Grenzen lebt und agiert, der erschöpft nicht nur die körperlichen Kräfte, sondern auch die geistigen und seelischen Kräfte. Die körpereigene Regulierung > Heilkraft/Homöostase ist immer bestrebt, Balance und Heilung herzustellen. Fühlen wir uns nur noch erschöpft, angeschlagen, müde, dann bedeutet es: die körpereigene Heilkraft kommt mit unserem Lebenstempo, den Anspannungen, den Anforderungen nicht mehr mit. 

Am Ende ist Krankheit die letzte Antwort, die dem Körper noch bleibt. Die Ursache vieler chronischer Erkrankungen ist in einer körperlich-geistigen-seelischen Erschöpfung zu sehen.

Geduld, Achtsamkeit, Umdenken sind nötig, um eine neue Lebensqualität zu gewinnen.

Beginnen Sie HEUTE.

Was ist HEUE wirklich wichtig – wesentlich -> Ihrem Wesen, dem Wesen Ihrer Kraft, dem Wesen des heutigen Tages entsprechend?!

Just do it

Mittwoch, 20. Oktober 2010

 

Ich bekomme viele Anfragen, bei denen sofort eines klar ist:

Die Menschen wissen, was sie tun müssten

 

Wir leben heute in einer Zeit, in der wir im wahrsten Sinne des Wortes „zugetextet“ sind. Wir haben für alles Worte, ganze Texte, ganze Romane. Wir verbringen sehr viel Zeit mit Reden und/oder Zuhören, Zusehen (TV, Radio, Vorträge etc.) und doch sind wir trotz aller Erkenntnisse und „Texte“ nicht glücklicher, gesünder, dynamischer als Menschen, die mit weniger „Text“ leben.

Der Schlüssel für ein erfülltes und glückliches Leben liegt für mich sicherlich zum einen darin, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Wege der Heilung zu erkennen und auch die Bandbreite von Möglichkeiten abzuklopfen…

 … dann aber muss der Schlüssel im Schloß gedreht werden, damit die Tür aufspringt und der Weg frei wird in einen neuen Lebensraum.

Den Schlüssel im Schloß zu drehen erfordert ein aktives TUN.

Setzen Sie das, was Sie glauben erkannt zu haben, um.

Leben Sie Ihre Erkenntnisse in Ihrem Alltag.

Stellen Sie alles, was Sie denken auf den Prüfstand des täglichen Tuns.

 Just do it

 

Gedanken für die Seele – Unser Wollen

Samstag, 8. Mai 2010

Unser Wollen

ist ein Vorausverkünden dessen,

was wir unter allen Umständen tun werden.

Diese Umstände aber

ergreifen uns auf ihre eigne Weise.

J.W.v. Goethe

 

Coaching – Beratung ist nicht Therapie

Freitag, 7. Mai 2010

Beratung ist nicht Therapie.

Beratung wendet sich an Menschen, die kurzfristig zu optimalen Lösungen gelangen möchten. Beratung wendet sich auch an Menschen, die mehr Lebensfülle und eine höhere Lebensqualität erreichen wollen. Eine professionelle Beratung, kann nur eine Stunde dauern. Sie tut gut, sie klärt, sie hilft, Ordnung zu schaffen. „Ratschläge“ gehören nicht eine Beratung.

Therapie ist nicht Beratung.

Therapie wendet sich an Menschen, die Schweres, Trauriges, Traumatisierendes in ihrem Leben erlebt haben und erst einmal Halt und Hilfe suchen. Therapie ist für Sie richtig, wenn Sie das Gefühl haben, gerade jetzt eine „kleine Pause vom Leben“ zu benötigen, um so langsam und ruhig in einem geschützten Raum, in Ihre eigene Lebenskraft zurückzufinden und wieder neuen Mut zu schöpfen, die Fülle Ihres eigenen Potentials zu erleben. Der Patient soll sich wohlfühlen, geborgen fühlen und einen geschützten Ort haben, an dem er sich selbst begegnen kann.

 Nicht jedes Problem im Leben muss bis in die Kindheit zurückverfolgt und „aufgearbeitet“ werden. Wir können uns auch entscheiden, gerade „JETZT“, in diesem Atemzug, einmal anders zu handeln, anders zu denken, anders zu fühlen als bisher. Und schon haben wir unser Leben ein bisschen verändert.